Manchmal beginnt etwas Großes mit einem kleinen Gedanken. Mit einem Satz wie: „Das wäre doch eigentlich eine coole Idee …“ Genau so fühlt sich das Jahr 2026 in Ballendorf bisher an. Drei Veranstaltungen, drei ganz unterschiedliche Formate und doch haben sie eines gemeinsam: Sie zeigen, wie lebendig unser Dorf ist. Vom Après Ski im Zelt über spannenden Hallenfußball bis hin zum Fasching mit Mallorca-Feeling. Ballendorf hat in den ersten Monaten des Jahres ordentlich vorgelegt.
Après Ski in Ballendorf – Berge? Brauchen wir nicht.
Après Ski in Ballendorf klang im November erst einmal nach einer dieser Ideen, bei denen man kurz schmunzelt und dann merkt: Das könnte richtig gut werden. Genau so war es auch. Die Idee entstand spontan, die Umsetzung folgte fast genauso schnell. Ziel war klar: Auch all denen, die sonst nie zum Après Ski in die Berge fahren, die Party direkt ins Dorf zu holen.
Der Kartenvorverkauf lief zunächst eher verhalten. Kurz vor Weihnachten waren rund 120 Karten verkauft, vermutlich, weil viele mit Weihnachtsvorbereitungen, Feiern und Terminen beschäftigt waren. Doch Ballendorf wäre nicht Ballendorf, wenn man sich davon hätte entmutigen lassen. Am Ende standen 320 Gäste im Zelt, obwohl ursprünglich mit 250 gerechnet wurde. Und genau diese Größenordnung passte perfekt: Das Zelt war lebendig, aber nicht überfüllt, genau die Mischung, die eine gute Stimmung braucht.
Organisiert wurde das Fest komplett von der Männerrunde aus Ballendorf. Jeder brachte sich dort ein, wo er seine Stärken hatte, vom Zelt- und Baraufbau über Werbung und Kartenverkauf bis hin zur Planung von Essen und Getränken. Viele kreative Ideen machten den Abend besonders. Die Mädels setzten dem Ganzen mit viel Liebe zum Detail die Krone auf: Papierdeko an der Decke, Schlitten, Skier und Snowboards sorgten für echtes Österreich-Flair mitten in Ballendorf.
Im Zelt gabs alles, was eine gelungene Après-Ski-Party braucht: Tanzen, Trinken und Essen im perfekten Wechsel. Schnapsbretter an den Bars wurden schnell zum Hingucker, die gemütliche Sitzecke lud zum Verweilen ein. Musikalisch sorgten DJ Bilzer und Stefan Kramer für Stimmung, unterstützt von professioneller Technik aus Ebersbach. Kulinarisch rundete Scharfis Catering aus Tanndorf den Abend ab. Spätestens bei DJ Ötzi, Andreas Gabalier und Mickie Krause war klar: Diese Idee war mehr als nur ein Versuch, sie war ein voller Erfolg.


Vom Feiern zum Kämpfen – der erste Kurstadtpokal
Wie so oft in Ballendorf entstehen die besten Dinge nicht am Schreibtisch, sondern bei einem Getränk in geselliger Runde. So auch der erste Kurstadtpokal – das Ü35 Alte-Herren-Turnier, das am 25.01.2026 die Sporthalle in Bad Lausick ordentlich zum Beben brachte.
Der Ursprung liegt gut ein Jahr zurück: Am Männertag 2025 traf eine Runde Ballendorfer Männer in Buchheim auf den ehemaligen Fußballtrainer Mike Hentschel. Man sprach über früher, über Ortsteilturniere und Pokale, die man sich damals erspielt hatte. Aus Erinnerungen wurde eine Idee – und aus der Idee der erste Kurstadtpokal.
Christoph Lange verschickte Einladungen an benachbarte Vereine, und plötzlich standen acht Mannschaften fest: Beucha, Flößberg, Bad Lausick, Grün-Weiß Bad Lausick, Ballendorf, Buchheim, Lauterbach und Tautenhain. Gespielt wurde jeder gegen jeden – fair, ehrgeizig und bis zum Schluss überraschend spannend.
Für das leibliche Wohl sorgte der Jugendclub Ballendorf mit Bier, belegten Brötchen sowie Wiener und Bockwurst von der Agrargesellschaft Ballendorf. Wie gut das Turnier angenommen wurde, zeigte sich schnell: Der obere Rang der Halle war den ganzen Tag über voll besetzt. So voll, dass nach der Hälfte der Veranstaltung plötzlich das Bier ausging – damit hatte wirklich niemand gerechnet.
Auch bei den Preisen zeigte sich die große Unterstützung aus der Region. Die ersten drei Plätze belegten Buchheim, Grün-Weiß Bad Lausick und Tautenhain. Gutscheine vom Riff, „Gute Knacker für Alte Knacker“ von der Agrargesellschaft Ballendorf und Kartoffeln vom Landwirtschaftsbetrieb Kitzscher unter dem Motto „Keine alten Säcke für alte Säcke“ sorgten für viele Lacher. Sonderpreise gab es ebenfalls: Maniküre und Pediküre vom Kosmetik Salon Melanie Bergner für den besten Torwart und Spieler. Der Preis für den „größten Stock“ – samt selbstgebasteltem Pokal, Sportkurs-Gutschein vom Fitnessstudio NHM und Spielball vom Sportladen xDream – ging an den Spieler mit großem Einsatz und begrenztem Talent. Das Highlight des Tages: Die Entscheidung fiel erst im letzten Spiel, als der Erst- auf den Zweitplatzierten traf. Spannung bis zur letzten Minute. Besser hätte der erste Kurstadtpokal nicht enden können.

Ballendorf auf Malle
Der Fasching in Ballendorf gehört seit mittlerweile 60 Jahren fest zu den jährlichen Highlights. Jede Saison wird eine zusammenhängende Geschichte erzählt vom 11.11. bis zu den beiden großen Faschingsveranstaltungen im Februar. In diesem Jahr führte die Geschichte nach Mallorca: Unter dem Motto „JGA – Junggesellenalarm auf Mallorca“ schickte der BCC e.V. Junggeselle Mirco und seine beiden Kumpels auf einen Junggesellenabschied, der deutlich mehr Wendungen nahm als geplant.
Die erste Veranstaltung war ausverkauft, insgesamt wurden rund 250 Karten für beide Abende verkauft. Der Saal war voll, die Stimmung steigerte sich mit jedem Programmpunkt. In gut zwei Stunden wurde klar: Dieser Mallorca-Trip war wirklich all inclusive. Neun Programmpunkte, darunter drei Tänze der Garde, nahmen das Publikum mit durch einen Urlaub, der von Anfang an aus dem Ruder lief. 21 Mitglieder standen dafür auf der Bühne, viele gleich mehrfach. Zwischen feuchtfröhlichen Partynächten, Tattoos und Piercings, wilden Stierkampfstieren und sehr überraschenden Verwandlungen steigerte sich das Chaos Schritt für Schritt bis zum großen Finale, dem Medley. Musikalisch, inhaltlich und emotional zog es die Geschichte zusammen und ist gleichzeitig der Teil, der hinter den Kulissen am meisten Arbeit macht. Zwischen Weihnachten und Neujahr werden Lieder eingesungen, geschnitten, Texte geschrieben und alles miteinander verwoben.
Was das Publikum meist nicht sieht: Die Proben beginnen bereits im September. Erst steht die Geschichte, dann kommt die Musik, dann der Text. Am Ende greifen Tanz, Sketch und Handlung ineinander. Erst einmal pro Woche, später immer intensiver. In den letzten zwei Wochen vor den Auftritten wird fast täglich geprobt, auch an Wochenenden.
Hinter den Kulissen steckt dabei unglaublich viel Liebe zum Detail. Jeder Satz sitzt nicht zufällig, jedes Kostüm wurde mitgedacht, das Bühnenbild, ein mallorquinisches Hotel, selbst gemalt. Sogar die Jugendlichen schreiben ihre Texte eigenständig. All das sieht man vielleicht nicht bewusst, aber man spürt es. Das Ziel ist dabei immer das Gleiche: Das Publikum soll Spaß haben und die viele Arbeit dahinter möglichst nicht sehen.
Übrigens: Am Ende wurde alles gut. Trotz Chaos und Eskalation heiratete Mirco seine Hildegard. Und Ballendorf hatte zwei Abende, die noch lange ein Schmunzeln hinterlassen.



Après Ski, Kurstadtpokal und Fasching, drei Veranstaltungen, unzählige helfende Hände. Sie zeigen, was Ballendorf ausmacht: Gemeinschaft, Engagement und der Mut, Ideen einfach umzusetzen. Der KuH e.V. und viele engagierte Gruppen und Einzelpersonen sorgen dafür, dass hier nicht nur gewohnt, sondern gelebt wird.
Und das Jahr ist noch lange nicht vorbei. Man darf also gespannt sein, was Ballendorf 2026 noch alles bereithält.
Euer KuH Verein Ballendorf
„Gemeinsam machen wir unser Dorf lebendig“

